
Qualitätskontrolle (QK) ist der Unterschied zwischen einem Lieferanten, dem Sie vertrauen, und einem, der Sie Geld kostet. In der Bekleidungsherstellung ist QK kein einzelner Schritt am Ende der Produktion – es ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit der Stoffinspektion beginnt und erst endet, wenn genehmigte Waren versandt werden.
Stufe 1: Stoffinspektion
Qualität beginnt mit dem Rohmaterial. Vor dem Zuschnitt sollten Stoffe auf Fehler wie Webfehler, Farbinkonsistenzen und falsches Gewicht oder falsche Breite geprüft werden. Der Branchenstandard ist das 4-Punkte-System, das Fehlern je nach Grösse und Schweregrad Strafpunkte zuweist.
Stufe 2: Prozessbegleitende Inspektion
Während der Produktion sollten Qualitätsprüfungen an wichtigen Stufen stattfinden – nach dem Zuschnitt, während des Nähens und nach der Fertigstellung. So werden Probleme frühzeitig erkannt, bevor sie den gesamten Produktionslauf beeinflussen.
Wichtige Prüfpunkte: Nahtfestigkeit und -konsistenz, Etikettenplatzierung, Knopf- und Reissverschlussfunktion, Farbabgleich und Massgenaigkeit gemäss Ihren genehmigten Spezifikationen.
Stufe 3: Abschlussprüfung
Vor dem Verpacken und Versenden sollte eine Abschlussprüfung eine statistisch signifikante Stichprobe des Produktionslaufs prüfen. Der AQL-Standard (Acceptable Quality Level) wird häufig verwendet – AQL 2,5 ist für Kleidungsstücke üblich.
Warnsignale
- Lieferant verweigert Fabrikbesuche oder Drittinspektionen
- Kein dokumentierter QK-Prozess oder Inspektionsberichte
- Keine Bereitschaft, Referenzen von bestehenden Kunden zu nennen
- Vage Antworten zu Fehlerquoten und Handhabungsverfahren
- Druck, die Musterphase zu überspringen und direkt zur Produktion überzugehen
Prince International wendet einen 6-stufigen Qualitätskontrollprozess an: Stoffinspektion, Massprüfung durch Senior-Schneider, Präzisionszuschnitt und Nähkontrolle, Anprüfung, Endkontrolle und Verpackungsprüfung vor dem Versand. Nur genehmigte Waren werden versandt.